Installation

Welche Variante der KEBA Wallbox benötige ich?

KEBA bietet verschiedenste Typen an Wallboxen an. Um die Box steuern zu können, wird eine Box benötigt, die neben einem RJ45 DebugPort noch eine bestückte LSA Leiste zum direkten Auflegen eines Twisted-Pair Ethernet-Verlegekabels besitzt. Der DebugPort ist ausschließlich zum Debuggen etc. nutzbar. Diese steuerbaren KeContract sind als c-serie gekennzeichnet. Darüber hinaus funktioniert auch die neue KEBA P30 mit der Software. Hier ist die Installation unter anderem vereinfacht worden.

Die Wallbox gibt es z.B. bei The Mobility House. Bitte dort nachfragen, einen direkten Link zur richtigen Box mit Ethernet/Powerline gibt es leider nicht.

Hardwareinstallation: Wallbox

Die Wallbox sollte an einem Ort installiert werden, der nicht von direktem Regen getroffen werden kann. Ist dies nicht möglich, ist die Zuführung des Kabel von hinten zu wählen, da es sonst zum Eindringen von Wasser in die Box kommen kann. Hier kann man den 3 phasigen Anschluss gut erkennen:

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Hardwareinstallation: Überschussladen an einer Photovoltaikanlage

Damit die optionale, automatische Umschaltung von einer Ladephase (L1) auf z.B. 3 Ladephasen erfolgen kann, kann diese Ein-/Mehrphasenumschaltung, bestehend aus einem Kleinverteiler mit einem Installationsschütz (Hager ESD463 24V / 63A) und einem 24V AC Hutschienennetzteil montiert werden. Der Schütz wird mittels des Ausgangs X2 (KEBA) angesteuert und schaltet die Phasen L2 und L3 zur Wallbox durch. L1 wird am Schütz vorbei, direkt zur Wallbox geführt. Wenn Sie kein Elektriker sind oder erweiterte elektrischen Kenntnisse haben, lassen Sie diese Umschaltung bitte weg und entscheiden Sie sich für reine einphasige oder mehrphasige Ladung ohne automatische Umschaltung! Stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrzeug sowohl einphasig, als auch mehrphasig laden kann.

Hinweis für den Renault ZOE: Eine automatische Ein-/Dreiphasenumschaltung ist in bestimmten Stromnetzen beim Renault ZOE nicht möglich.

Komponenten:

– Hager ESD463 oder ESD440 Schütz mit 24V Ansteuerung
– Meanwell 24V AC Netzteil
– Spelsberg AK05 Kleinverteiler

Ein vereinfacht dargestelltes Diagramm zeigt die Verkabelung.

diagramm_kv

Lassen Sie diese Arbeiten bitte ausschließlich von einem Elektriker überprüfen und ausführen! Ich übernehme keinerlei Garantien.

Hardwareinstallation: QUICK Button über der Wallbox

Um nicht ständig über die Webseite die Lademodi wechseln zu müssen, kann man mittels eines „QUICK-Buttons“ die Schnellladung aktivieren/deaktivieren. Diesen kann man z.B. in der Garage direkt über der Wallbox platzieren. Der Button muss ein Schalter sein, kein Taster. Ein modifizierter Buzzer als Schalter ist ebenfalls möglich. Dieser ist dann nicht zu übersehen.

shopping

Der Schließkontakt wird einfach mit dem X1 Eingang der KEBA Wallbox verbunden. Ist er gedrückt, wird schnellstmöglich geladen, ist er nicht gedrückt, schaltet die Software zurück auf den SURPLUS mode. (Überschussladung an einer Eigenerzeugeranlage)

Hardwareinstallation: Smartmeter

– Unterstützung des Smart Meter SMA Energy Meter – Aktualisierungsrate 1s
– optionale Unterstützung des OpenEnergyMonitors RFM128 shield auf Raspberry Pi – Aktualisierungsrate 4s

Im Idealfall sollten Sie das SMA EnergyMeter installieren. Es gibt alle relevanten Leistungsdaten in Echtzeit bekannt. Damit ist es im Vorteil, gegenüber dem OpenEnergyMonitor. Installieren Sie das SMA EnergyMeter wie im beiliegenden Handbuch nachzulesen. Verbinden Sie das EnergyMeter mit ihrem lokalen Netzwerk. Das wars!

Woher bekomme ich die aktuelle Firmware zur Wallbox?

Erst ab der Version 1.013xx ist die KEBA Wallbox steuerbar. Empfohlen wird allerdings eine Firmware > 2.0. Diese aktuelle Firmware ist hier downloadbar. Das Flashingtool arbeitet nur unter Windows in der Commandbox. WICHTIG! Wenn Sie in Ihrem Netzwerk laufenden BOOTP oder TFTP Server haben, bitte deaktivieren Sie diese vorher. Das Flashingtool bleibt sonst bei 0% stehen. Es geht dabei aber nichts schief. Ctrl-C beendet den Prozess und die Box steuert mit der alten Software.

Welche Konfiguration braucht die Wallbox (DIP Schalter)

Der DIP Schalter 1.3 muss auf ON stehen, damit eine Kommunikation möglich ist. Begrenzen Sie bitte ebenfalls mittels der DIP-Schalter den maximal möglichen Strom, falls dieser durch die Hausinstallation <32A ist. Die EDL Software ermittelt zwar die maximal möglichen Strom, es gibt jedoch keine 100% Garantie für die korrekte Kommunikation zwischen Wallbox und EDL Software, sodass es auch zu Fehlinterpretationen kommen könnte. Mögliche Einstellungen: 10, 13, 16, 20, 25, 32A. Die Einstellungen der DIP Schalter sollten stromlos erfolgen. Beispiel: 3phasig, Typ2, 32A pro Phase, DHCP:

DSW1

1.1 OFF
1.2 OFF
1.3 ON
1.4 ON
1.5 ON
1.6 ON
1.7 OFF
1.8 ON

DSW2

2.1 OFF
2.2 OFF
2.3 OFF
2.4 OFF
2.5 OFF
2.6 OFF
2.7 OFF
2.8 OFF (zur Inbetriebnahme gern auf ON stellen, siehe Handbuch)

Hier ein Foto der DIP Stellungen in der 32A/3 phasig Variante:

IMG_3539

Woher bekomme ich die IP Adresse der Wallbox?

Beim Firmwareupdate ist sie schon kurz zu sehen. Es ist aber auch leicht möglich, die via DHCP vergebene IP Adresse im Router zu finden. In den gängigsten Modellen gibt es eine Liste mit den vergebenen Adressen. Notieren Sie sich die in Frage kommende Adresse und testen Sie in einem Webbrowser, ob Sie die Webseite der KEBA erreichen. Ist dies der Fall, sollten Sie diese oder ggf. eine andere Adresse im Router fest vergeben, damit die Wallbox nur noch diese „fixe“ Adresse erhält. Die Adresse wird zur Ansteuerung in der EDL Software benötigt.

Download SmartChargingController Software

Hier können Sie das aktuelle Releases downloaden.

– Linux x86 binaries mit Startscript & config-Datei edl_1.5.100_x86_linux
– Raspberry Pi ARM binaries mit Startscript & config-Datei edl_1.5.100_arm_linux

Softwareinstallation

Wichtig ist, dass Sie in jedem Fall die Administration eines linux-basierten Betriebssystems beherrschen. Diese kostenfreie Version ist NUR für Linux-affine-User gedacht!

Laden Sie hier „Debian Jessi“ (NICHT LIGHT!) herunter und installieren es auf eine SD-Karte. Starten sie das Image ein erstes mal mit angeschlossener Tastatur und Maus und folgen Sie dem Assistenten. Hier können Sie die Tastatursprache und auch eine feste IP Adresse für das Raspi festlegen.

Starten Sie erneut den Raspberry Pi, loggen sich via SSH (Terminal unter OSX oder Linux, mit putty unter Windows) mit dem user „pi“ und dem Passwort „raspberry“ ein und installieren Sie zur Hilfe den Midnight Commander:

$ sudo aptitude install mc

– danach den MySQL Client:

$ sudo aptitude install libmysqlclient18

– kopieren Sie das EDL Archiv mittels SFTP Programm (winscp o.ä.) auf den Raspi

ODER

– führen Sie folgenden Befehl aus:

$ sudo wget http://www.eb-systeme.de/updates/edl_1.5.100_arm_linux.tar

– entpacken Sie das tar archiv mit:

$ sudo tar xfv edl_1.5.100_arm_linux.tar

– kopieren Sie die Dateien mit Hilfe des mc analog zur Verzeichnisstruktur in die entsprechenden Unterverzeichnisse (in /etc/init.d NUR das passende Skript, z.B. edl.raspberry für den Raspi)

$ sudo mc

– benennen Sie das Startscript um:

Für ein Raspberry Pi:

$ sudo rename /etc/init.d/edl.raspberry /etc/init.d/edl

Debian Jessi und größer: init.d wurde auf systemd umgestellt. Bitte beachten!

Für einen Linux PC x86 basiert:

$ sudo rename /etc/init.d/edl.x86 /etc/init.d/edl

– führen Sie folgende Kommandos aus:

$ sudo chmod +x /etc/init.d/edl
$ sudo chmod +x /bin/edld

– aktivieren Sie den automatischen Start der Anwendung beim Booten des Raspberry Pi

$ sudo update-rc.d edl defaults

– starten Sie alles zum Test mit

$ sudo /etc/init.d/edl start

Um die korrekte Arbeitsweise zu überprüfen, gehen Sie auf die interne Webseite der edl-Software: http://IHRE-IP-ADRESSE:18001

Auf dieser Webseite können Sie die erforderlichen Einstellungen vornehmen („Settings“). Bestätigen Sie Diese mit „Save settings“, verzweigen Sie in zur „Home“ Übersicht und starten die Software mit „Restart service“ neu. Alle gemachte Einstellungen werden so aktiviert.

settings

optionale Unterstützung des Batteriewechselrichter Sunny Island

Der SmartChargingController fragt optional auch den SMA Sunny Island ab, damit eine eventuelle Ladung des Speichers zum Laden des Auto berücksichtigt werden kann. Dazu muss nur die IP des SMA SI in den Einstellungen auf der Webseite eingegeben werden. Wichtig: Achten Sie darauf, dass das Benutzerpasswort nicht verändert wurde. Standard ist 0000.
In den Einstellungen kann weiterhin die Elektroauto/Speicher Ratio definiert werden. Dies ist vor allem bei großen PV Anlagen sinnvoll. 100% bedeutet, dass das angesteckte Auto vollen Vorrang vor der Ladung des Speichers hat. Steht die Variable auf z.B. 70%, so fließen 70% der Energie ins Auto und 30% in den Speicher, solange alle anderen Rahmenbedingungen ebenfalls erfüllt sind.

optionale Ausgabe auf den KNX Bus

Mit der Option zum Versand von KNX Multicast-Datagrammen über ein KNX-IP Gateway/Router können, ab der Version 1.5.x, 25 verschiedene Werte an Gruppenadressen versandt werden. Stellen Sie dazu in den Optionen die IP des KNX Gateways oder Routers und den Port (Standard 3671) ein. Nach einem Neustart der Software wird ein weiterer Button sichtbar. Hier können Sie nun die 24 einzelnen Werte zur Ausgabe aktivieren und passende Gruppenadressen im Format 1/2/3 festlegen. Die Daten werden im zeitlichen Intervall und/oder bei Änderung auf den KNX Bus ausgegeben. Eine detaillierte Auflistung der Datenpunkte finden Sie hier.

optionale Unterstützung der Datenablage in einer MySQL/MariaDB Datenbank

Um die Livedaten des Smartmeters, der Wallbox und dem Stromspeicher für eine z.B. graphische Auswertung abzulegen, ist es möglich, diese Daten in einer MySQL/Maria DB abzulegen. Dazu sind folgende Dinge nötig:

– libmysqlclient18 auf dem Gerät, auf dem der SmartChargingController läuft
– lokaler oder entfernter MySQL/MariaDB Datenbankserver => 5.1

Geben Sie neben der IP des Servers auch den Port, den Usernamen und das Passwort ein. Stellen Sie sicher, dass der User auf dem MySQL Server bei lokalen Zugriff auch lokal zugreifen darf bzw. bei entferntem Zugriff auf von ‚%‘ oder dem Hostnamen zugreifen darf. Auf dem Datenbank-Server muss nur eine leere Datenbank erstellt werden (ggf. via phpMyAdmin). Die Tabellen werden beim ersten, erfolgreichen Start des SmartChargingControllers angelegt.

Hinweise

Gibt es auf Ihren Linux-Gerät Probleme mit multiplen Netzwerkadaptern, so können Sie in der Stettingsdatei /etc/edl.ini den EDL Dienst an ein spezifisches Interface binden. Ergänzen Sie dazu die ini-Datei wie folgt:

[NETWORK]
BINDTODEVICE=eth1

Visualisierung

Neben den aktuellen Daten kann die Software EDL auch historische Daten in einer Datenbank archivieren. Somit ist eine eigene Visualisierung in Diagrammen etc. möglich. Derzeit wird MySQL unterstützt.

Aktivieren Sie diese Funktionalität auf der Settings Webseite durch aktivieren der MySQL Sektion und ergänzen Sie die IP des MySQL Servers, den Benutzernamen, dass Passwort und den Namen der bereits angelegten MyISAM Datenbank. Die Tabellenstruktur wird beim nächsten Start der EDL Software angelegt.

Wenn Sie die Software mögen, bitte ich um eine Spende! / If you like this software, please do make a donation!

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